Stadtraum

„Es ist an der Zeit die Europäische Stadt als Organismus zu begreifen, der im besonderen Maße dazu geeignet ist die anstehenden Herausforderungen und Dynamiken zu integrieren, der die traditionelle Trennung zwischen gebauter Stadt und sich wandelndem Naturraum zugunsten eines integralen und attraktiven Lebensraums für Mensch und Natur aufhebt.“
(Sonja Moers, raumwerk)

Ufer
Agora
Garten
Allee
Bastion
Gasse

 

Bisher ist das Bild der Europäischen Stadt geprägt durch eine Dualität; der Trennung von umgebender Natur und gebauter Stadt. Dieses wird ersetzt durch das Bild eines städtischen Organismus, aufbauend auf einem robusten Grundgerüst mit einer hohen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Entwicklungen und Wandlungsprozesse.

Schlüssel für diesen Wandlungsprozess ist dabei die qualitative Aufwertung der öffentlichen Freiräume für Mensch und Natur. Entgegen dem bisherigen Trend – dem Verschwinden echter öffentlicher Räume – werden städtische Freiräume mit hoher Anziehungskraft für die Stadtgesellschaft als Ganzes benötigt. Sie stärken als Begegnungsräume den Zusammenhalt der Gemeinschaft. FLOW stellt zum einen ein integrales solides Grundgerüst für den Blaugrünen-Ring als Ganzes zur Verfügung und bietet andererseits eine Fülle spannender Einzelideen eingebettet in ein Stadt- und Freiraumkonzept. Durch die Stärkung vorhandener Wasserverbindungen werden die bislang als frei schwebende Solitäre im Stadtbild erscheinenden Baudenkmäler, Institutionen und Einrichtungen nun zum räumlich zusammenhängenden urbanen Ensemble. Vernachlässigte und derzeit brachliegende öffentliche Räume können durch diese Lebensadern des Wassers reaktiviert und kulturell aufgeladen werden.

Schon heute wird der Blaugrüne Ring durch eine Abfolge von sechs übergeordneten und ablesbaren Freiraumzonen mit jeweils eigenständigem Charakter geprägt. Diese Atmosphärräume sollen in ihrer Identität ausgebaut und gestärkt werden.

 

Die „Agora“ beschreibt das neue nunmehr zusammenhängende Kulturensemble aus Ehrenhof, Tonhalle, Kunstakademie und Fotoinstitut zu beiden Seiten der neuen Oberkasseler Umweltbrücke. Eine spannende Hof- und Platzfolge bietet Bühnen für vielfältige öffentliche Kulturereignisse.

Der „Garten“ umschließt den heutigen Hofgarten mit angrenzenden Kulturinstitutionen und verknüpft diesen erstmals mit Rheinufer und Grabbeplatz.

Die „Gasse“ beschreibt den innerstädtischen Atmosphäreraum entlang der Mühlstraße und wird durch den historischen Verlauf des nördlichen Düssellaufs geprägt. Sie beginnt am Grabbeplatz mit den Kulturinstitutionen K20, Kunsthalle Düsseldorf und Oper am Rhein und endet am Burgplatz, dem Mündungspunkt in den Rhein.

 

 

Das „Ufer“ umfasst die heutige Rheinpromenade und kann nun durch die Verlängerung des Ufertunnels nach Norden bis zu den Rheinterrassen fortgeführt werden. Das Kulturensemble aus Ehrenhof, Tonhalle, Kunstakademie ist wieder direkt mit dem Rheinufer verbunden.

Die „Allee“ beschreibt den Atmosphäreraum der Königsallee. Dieses herausragende Kulturdenkmal wird in seiner Qualität als echte innerstädtische Flaniermeile gestärkt und erhält einen neuen südlichen Auftakt am Graf-Adolf-Platz.

Die „Bastion“ beschreibt einen ganz neuen großzügigen und miteinander verbundenen Park zwischen südlichen Bastionsanlagen, Schwanenspiegel und altem Hafen mit den angrenzenden Kultureinrichtungen K21, Stadtmuseum und Fotomuseum. Dieser wird ermöglicht durch die verkehrliche Neuordnung der Haroldstraße.