Die Deutsche Oper am Rhein befindet sich an einem bedeutsamen städtebaulichen Schnittpunkt des Blaugrünen Rings. Das neue großzügige Foyer ist sowohl Schaufenster zur Landskrone als auch räumliche Fortführung der Gasse und Abschluss des Grabbeplatzes.

1
2
3
4
  1. Neubau der Oper am gleichen Standort als markantes Bindeglied zwischen aufgewertetem Grabbeplatz und denkmalgeschütztem Hofgarten. Gemeinsam mit den Institutionen K20 und Kunsthalle entsteht ein neu sortierter öffentlicher Raum.
  2. Das großzügige Foyer der Oper bildet einen öffentlichen Treffpunkt mit Blick auf den Grabbeplatz und einer räumlichen Orientierung hin zum Wasserlauf des Hofgartens. Landschaft und Foyer fließen ineinander.
  3. Das Opernfoyer wird zum Austragunsgort künstlerischer Interventionen im halböffentlichen Raum.
  4. Das revitalisierte Ufer der Düssel ist fühlbare Lebensader der Stadt. Alle Kultureinrichtungen sind durch die Wasserläufe miteinander vernetzt.

DIE GASSE

Die heutige Oper befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Grabbeplatz und Hofgarten und somit an einem bedeutsamen städtebaulichen Schnittpunkt des Blaugrünen Rings. Leider nutzt das derzeitige Opernhaus die Lagegunst des Standortes nicht aus: es verschließt sich zum Stadtraum. Durch einen Umbau ist diese Fehlstellung nicht zu heilen, weshalb ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle empfohlen wird. Erstmals orientiert sich das Gebäude nun zum Wasserlauf und trägt seinem Namen als „deutsche Oper am Rhein“ alle Ehre. Das neue großzügige Foyer ist sowohl Schaufenster zur Landskrone als auch räumliche Fortführung der Gasse und Abschluss des Grabbeplatzes. Das halböffentliche durchgrünte Foyer mit dem eigentlichen Opernhaus als eingestelltes Volumen, ist sowohl Innen- als auch Außenraum und stiftet vielfache inhaltliche und räumliche Zusammenhänge, die durch dauerhafte Kunstwerke an dieser Stelle erlebbar werden und gleichermaßen auf die unmittelbaren angrenzenden Kunstinstitutionen K20 und Kunsthalle Düsseldorf verweisen.

Lineare Wasserobjekte, die aus der Freilegung der verrohrten Düssel entstehen, ziehen sich von der Oper über den Grabbeplatz bis zum Einmündungspunkt der Düssel in den Rhein. Die Wasserobjekte tragen gerade in diesem steinernen Teil der Altstadt zur Aufnahme und Verdunstung von Regenwasser bei und schützen so vor Überflutungen. Der Gestaltung dieser Objekte und Orte kommt dabei eine besondere Rolle zu, da sie die Ablesbarkeit und Sichtbarmachung des Düssel-Laufs vom Hofgarten durch die Mühlenstraße hindurch zum Burgplatz stärken und somit eine gestaltete fühlbare Lebensader und Orientierungshilfe innerhalb der Stadtlandschaft kreiert. Ein weiterer Zirkel aus Wasser, der vorhandene und neue Orte miteinander verbindet, entsteht.