Prozess

„Mit dem internationalen Wettbewerb zum Blaugrünen Ring hat sich die Landeshauptstadt Düsseldorf auf die Suche nach einem richtungsweisenden Konzept mit Blick auf die Zukunft der Düsseldorfer Innenstadt begeben. 60 Teilnehmer sind Ende 2018 in den Wettbewerb gestartet; 16 Teams wurden für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt und haben Oktober 2019 ihre finalen Konzepte eingereicht. In einer zweitägigen Sitzung am 11. und 12. Dezember hat das Preisgericht den Siegerentwurf ‚Flow‘ ermittelt.“ (Stadt Düsseldorf,16.12.2019)

Der „Blaugrüne Ring“ in Düsseldorf: „Mitten im Herzen Düsseldorfs, verbunden mit dem Rhein, schlummert durch den Bogenschlag über Ehrenhof, Hofgarten, Königsallee, Ständehauspark und Spee’schen Graben, eine einzigartige Flanier- und Kulturmeile: der Blaugrüne Ring. Hier präsentieren sich, eingefasst von grüner Achse und blauem Strom, viele der kulturellen Hochkaräter unserer Stadt – Museen, Konzertsäle, Kunstakademie, Bühnen und Galerien – auf kurzer Strecke. Der Blaugrüne Ring ist im Alltag und für Besucher der Stadt jedoch nur schwer erkennbar: Die Kulturikonen sind – trotz aller Nähe – im Stadtbild als Solitäre verankert und fügen sich noch nicht zu einem ganzheitlich erlebbaren Bild zusammen. Um das zu ändern, ist eine Initiative von Oberbürgermeister Thomas Geisel auf den Weg gebracht worden. Sie verfolgt das Ziel, den öffentlichen Raum und die Kultureinrichtungen zu einer erleb- und wahrnehmbaren Stadt- bzw. Kulturlandschaft zu verbinden. Auf der Grundlage einer breiten Bürgerbeteiligung wurde Ende 2018 ein städtebaulicher, freiraumplanerischer und künstlerischer Wettbewerb ausgerufen.“(Stadt Düsseldorf)

 

Der internationale Wettbewerb: Ein internationales Teilnehmendenfeld aus insgesamt 60 Expertenteams nahm sich folgende Aufgabenstellung vor: eine Vision für eine attraktive, spürbare Kulturlandschaft der Zukunft finden. Der Wettbewerb unterteilte sich in zwei Phasen.“ (Stadt Düsseldorf)

Nach der ersten Phase wurden Anfang März 2019 insgesamt 46 Konzepte (14 Teams reichten nicht bzw. nicht wettbewerbskonform ein) im Zuge einer weiteren Bürgerbeteiligung öffentlich präsentiert. Anfang April wurde das Teilnehmendenfeld auf 16 Teams reduziert, deren konzeptionelle Leitgedanken, Handlungsfelder und Ideen für die Zukunft des Blaugrünen Rings Bürgerschaft und Fachjury am meisten überzeugt hatten. Bis Anfang Oktober 2019 konnten die 16 im Wettbewerb verbliebenen Expertenteams im Rahmen der zweiten Wettbewerbsphase ihre Konzepte weiter ausarbeiten und konkretisieren. Für die Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs bestand die Möglichkeit, die finalen Entwürfe zu kommentieren. Unter Einbeziehung dieses Feedbacks ermittelte die berufene Fachjury den Gewinner, die Entwürfe wurden ab dem 16. Dezember im Kunstpalaste ausgestellt.

FLOW – Ideas never stop: Der Siegerentwurf stellt ein integrales Grundgerüst für den Blaugrünen-Ring als Ganzes zur Verfügung und bietet eine Fülle spannender Einzelideen. Klimatologische Anforderungen (Belüftung, Retention), Aspekte der Artenvielfalt und Biodiversität sowie technologische Aspekte der Mobilität und Digitalisierung werden in ein ganzheitliches Konzept integriert. Wann und wie sie umgesetzt werden ist Ergebnis eines kontinuierlichen Aushandlungsprozesses, der sich zukünftig im realen öffentlichen Raum des Blaugrünen Rings verankern soll. Stadt bedeutet Veränderung. Sie erfordert die stetige Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und Raum für innovative Lösungen zu geben. Nur so wird sie in ihrer gebauten, freiräumlichen, ökologischen und kulturellen Substanz gestärkt, um ein qualitätsvolles Wachstum zu ermöglichen, das Wertvolles erhält, Verbrauchtes erneuert und Überholtes transformiert.

FLOW verfolgt eine Stadtentwicklungspolitik, die aus dem kontinuierlichen Wandel der Stadt neue Qualitäten schafft. Daher versteht sich FLOW nicht als fertiger Masterplan, sondern stellt ein integrales Grundgerüst für den Blaugrünen-Ring als Ganzes zur Verfügung und bietet eine Fülle spannender Einzelideen. Klimatologische Anforderungen (Belüftung, Retention), Aspekte der Artenvielfalt und Biodiversität sowie technologische Aspekte der Mobilität und Digitalisierung werden in eine ganzheitliche Stadt-, Freiraum-, und Kunstkonzeption integriert. Wann und wie sie umgesetzt werden ist Ergebnis eines kontinuierlichen Aushandlungsprozesses mit allen Akteuren einer Stadtgesellschaft, der sich zukünftig im realen öffentlichen Raum des Blaugrünen Rings verankern soll.

© 2019 raumwerk & SEEHOF. Der „Blaugrüne Ring“ in Düsseldorf, Abgabe Phase I am 01. März 2019.

© 2019 raumwerk & SEEHOF. Der „Blaugrüne Ring“ in Düsseldorf, Abgabe Phase II am 07. Oktober 2019.

© 2019 raumwerk & SEEHOF. Der „Blaugrüne Ring“ in Düsseldorf, Preisverleihung Museum Kunstpalast 16. Dezember 2019. Foto: Robert Schittko